Tobias Beck

„Tobi alles, was du siehst und hörst kommt irgendwann aus deinem Mund wieder heraus.“

Es gibt Sätze, die Dein ganzes Leben verändern können. Das ist einer von denen, die mein Leben massiv beeinflussen werden. Wir schreiben das Jahr 2000, ich bin Flugbegleiter bei einer großen Airline und vor mir sitzt der CEO einer bekannten Softdrink-Firma.

Immer wenn ich in der First Class arbeite, notiere ich mir die Essenzen der Gespräche die ich mit den Passagieren hatte in ein kleines schwarzes Notizbuch. Und dieser Satz ist der Grundstein für das, was sich alle Menschen in ihrem Leben wünschen: Glück und Erfolg!

Und dafür müssen wir bei den Menschen anfangen, bei denen immer das Gegenteil passiert. Kennst du Menschen bei denen immer alles schlecht und grauenvoll ist? Bei denen Montag die Tante des Nachbarn gestorben ist, Dienstag der Zahn Probleme macht, Mittwoch der große Zeh wegen dem Biowetter stört, Donnerstag das Essen nicht schmeckt und Freitag der Rücken zwickt.

Weißt du was ich meine? Ich meine Menschen, die einfach nur irgendwo ihren Körper mitbringen um anderen augenblicklich alle Lebensenergie zu entziehen.

Ich mache es kurz:

Bei manchen Menschen geht das Licht in einem Raum an, wenn sie ihn betreten und bei Anderen aus.

Und die Frage, des WARUM für diese Tatsache ist meine persönliche Passion.

Denn das ich nicht zu denen gehören möchte, bei denen das Licht aus ist, wurde mir an einem Montag-Morgen klar. Ironischerweise in einem Flughafen. Ich war grade aus Brasilien zurückgekehrt, wo ich ein Jahr Englisch an Straßenkinder unterrichtet hatte.

Dort durfte ich ein komplett anderes Leben kennenlernen. Ein Leben das geprägt war von Wärme, von Menschen, die grundsätzlich Dinge feierten wie Strom oder eine gekühlte Cola. Ist dir schon mal aufgefallen, dass so viele von uns genau das gar nicht tun?

Der Durchschnittsdeutsche freut sich nur auf eins: Seinen Jahresurlaub. Allerdings auch nur vorher. Denn währenddessen ist er damit beschäftigt sich darüber aufzuregen, dass jemand sein Handtuch von der Liege entfernt hat.

Das Leben im Hier und Jetzt war etwas, das ich von den Menschen in Brasilien lernte! Und dann kam ich zurück ins wahre Leben. Genau nach meiner Ankunft am Flughafen.

Kennst du Leute, die dir mit jeder Pore ihres Seins zu verstehen geben, wie wahnsinnig wichtig sie sind? Leute, die so wichtig am Handy hängen, dass sie nicht mal in der Lage sind, sich einen Fahrschein zu ziehen? (Übrigens kommt wichtig von Wicht, aber da kommen wir vielleicht noch ein anderes Mal drauf zu sprechen)

Mit genau solchen Leuten stand ich unmittelbar nach meiner Ankunft im Fahrstuhl. Ich grüßte freundlich lächelnd mit einem „Guten Morgen“ (das hatte ich in Brasilien so gelernt). Keine Reaktion. Bis mir einer dieser Menschen plötzlich in die Augen blickte. „Es ist Montag Kleiner, und das lernst Du auch noch!“.

Ich erwähnte schon, dass es Momente gibt, in denen ein Satz Auswirkung auf dein ganzes Leben hat. Das war so einer! Ich wusste im gleichen Augenblick: Das mache ich nicht mit!

Zu Beginn dieses Artikels habe ich dir bereits etwas über Menschen erzählt, bei denen immer alles schrecklich ist. Weißt du wie ich solche Menschen nenne?

Bewohner!

Im Grunde haben wir alle ja einen Wunsch. Wir sehen uns nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Das Problem bei den Bewohnern ist nur, dass sie dieses Grundbedürfnis durch jammern befrieden. Und nun erzähle ich dir noch, warum das so gefährlich für dich ist.

Denn du bist die Summe der 5 Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst!

Warum?

Da hat sich unser Gehirn etwas ganz spannendes ausgedacht: Spiegelneuronen. Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die beim Betrachten einer Situation ähnliche Aktivitätsmuster zeigen, als würde man die Situation selbst erleben. Ist das nicht der Wahnsinn?

Betrachten wir also in unserem Job täglich die genervten Bewohner-Kollegen und in unserer Freizeit den unzufriedenen Bewohner-Freund, der abends erst mal drei Bier braucht, um mit der Welt und der Gesamtsituation klar zu kommen, was glaubst du passiert dann in deinem Gehirn?

Deine Spiegelneuronen möchten mitmachen!

Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen! Eine Studie hat herausgefunden, dass die 5 Menschen, mit denen wir uns am meisten Umgeben, Auswirkungen auf unser Einkommen haben. Ob wir Raucher oder Nichtraucher sind und ob wir uns Gesund ernähren. Spanend nicht wahr?

Und genau diese Tatsache bestätigen mir auch die Passagiere in der ersten Klasse bei meinen Flügen. Einer sagte zu mir: „Mit all den Menschen die hier sitzen habe ich etwas gemeinsam. Wir alle könnten uns über die gleichen Dinge unterhalten, weil wir auf dem gleichen mentalen Level sind“.

Und genau das konnte ich auch als Flugbegleiter beobachten. Die Menschen in der Touristenklasse schauten Filme oder tauschten sich häufig lautstark über die grauenhaften Erlebnisse ihres Urlaubs aus.

Dabei herrschte ein regelrechter Wettbewerb darüber, wer das schlechtere Essen, Wetter oder Hotel hatte. Dem Sieger, das war gewiss, winkte die meiste Aufmerksamkeit. Menschen in der First Class verbrachten ihre Zeit nicht damit zu meckern, sondern ihren Kopf mit Wissen zu füllen. Die Passagiere dort lasen viel, hörten Hörbücher oder tauschten sich über Fortbildungen aus.

In der Psychologie spricht man hier auch vom Prinzip des Fächerns. Stell dir vor, dass du mit einem Stück Karton Luft in ein Lagerfeuer fächerst. Was passiert?

Der Bereich, dem du deine Aufmerksamkeit widmest wird größer. Genauso ist es mit den Bewohnern! Die vermehren sich nämlich! Indem die mit Ihnen sprechen! Wenn du deine Aufmerksamkeit zum größten Teil auf Bewohner richtest, dann…?

Richtig, dann wirst du auch zum Bewohner!

Eine Geheimformel für Erfolg und Glück habe ich nicht. Aber ich habe einen Anti-Bewohner-Satz! Möchtest du ihn hören?

„Für dieses Gespräch stehe ich nicht zur Verfügung!“

Das mag hart klingen, ist aber nur Selbstschutz. Seit über 15 Jahren beschäftige ich mich damit, was Menschen wirklich erfolgreich macht und eines sage ich dir:

Erfolgreiche Menschen haben eines gemeinsam. Denn ausnahmslos alle erfolgreichen Menschen, die ich bisher getroffen habe, führen ein Leben ohne… na ahnst du es?

Dein Tobias Beck

Website: www.tobias-beck.com

Facebook: Tobias Beck 

Foto by Dennis Weißmantel